Zur Befriedigung seiner Bedürfnisse sucht der Mensch nach Mitteln, die den empfundenen Mangel beseitigen. Diese Mittel zur Bedürfnisbefriedigung sind Güter. Sie stiften insofern Nutzen, als sie das bestehende Bedürfnis befriedigen.
Bedürfnisse
Mangelempfindungen (z. B. Hunger und Durst) rufen bei den Menschen Wünsche hervor. Diese Wünsche werden als Bedürfnisse bezeichnet, die sich in drei Gruppen einteilen lassen:
- Existenzbedürfnisse (z. B. essen, trinken, in einer Wohnung leben, sich kleiden, sich bilden)
- Kulturbedürfnisse (z. B. in Farbe fernsehen, lesen, über das Handy telefonieren, Diskothek besuchen)
- Luxusbedürfnisse (z. B. eine Segeljacht besitzen, Kaviar essen, Designerkleidung tragen)
Bedarf
Ein sehr großer Teil der menschlichen Bedürfnisse ist materieller Natur. Die Menschen wünschen sich z. B. ein Handy, Sportgeräte, Designergarderobe, Urlaubsreisen, Theaterbesuche. Da in der Regel das Einkommen begrenzt ist, kann der Mensch nicht alle Bedürfnisse, die er hat, befriedigen.
Der Teil der Bedürfnisse, der durch Einkommen gedeckt werden kann, heißt Bedarf. Trifft der einzelne Mensch (Konsument) im Rahmen seines verfügbaren Einkommens die Entscheidung, welches Produkt er kaufen will, spricht man von individueller Bedarfsdeckung (Beispiel: Beim Kauf eines Mantels wählt und kauft der Konsument selbst und bezahlt unmittelbar mit seinem Geld).
Güter
Die volkswirtschaftliche Aufgabe von Betrieben sollte sein, durch den Einsatz von Produktionsfaktoren solche Sachgüter und Dienstleistungen zu erzeugen bzw. über den Handel bereitzustellen, die der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse dienen.
Diese Güter und Dienstleistungen werden den anderen Wirtschaftseinheiten (Betrieben und Haushalten) über den Absatzmarkt zur Verfügung gestellt.

Freie Güter sind in unbegrenzter Menge vorhanden und haben daher keinen Preis, z. B. Luft, Sonnenenergie, Meerwasser.
Wirtschaftsgüter sind knappe Güter, d. h., sie stehen nur in begrenzter Menge zur Verfügung, z. B. Erdöl, Baumwolle, Kaffee. Je knapper diese Güter sind, desto wertvoller sind sie und desto höher ist ihr Preis. Mit ihnen muss gewirtschaftet werden. Dabei bedeutet Wirtschaften, dass diese Güter planvoll und zweckmäßig verwendet werden.
Sachgüter sind materielle oder körperliche Güter, die man „anfassen” kann, z. B. Brot, Tisch, Pullover.
Rechte sind immaterielle Güter wie z. B. Warenzeichen, Patente.
Dienstleistungen sind ebenfalls immaterielle, stofflose Güter, z. B. Haarschnitt beim Friseur, Versicherungsschutz, Warentransport, Warenhandel.
Konsumgüter sind Güter, die von privaten Haushalten genutzt werden, um unmittelbar Bedürfnisse zu befriedigen, z. B. PC, Textilien, Sportgeräte
Produktionsgüter sind Güter, die von Betrieben verwendet werden, um andere Güter zu produzieren, z. B. PC, Arbeitskleidung, Auto, Kassen.
Nachfrage
Die Güter und Dienstleistungen, die letztendlich von den Käufern auf dem Markt nachgefragt werden, bezeichnet man als Nachfrage.
Angebot
Die von den Verkäufern auf dem Markt bereitgehaltenen Güter und Dienstleistungen werden als Angebot bezeichnet